Thema Schlaganfall – Wenn jede Sekunde zählt

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Jährlich erleiden ungefähr 25000 Österreicher einen Schlaganfall. Dies bedeutet: Ein Schlaganfall ca. alle 20 Minuten. Jeder vierte Betroffene trägt Schäden davon, bleibt behindert und ist auf die Hilfe anderer (Familie, 24 Stunden Pflege) angewiesen. Menschen jeden Alters kann es treffen, einschließlich Kindern. Ein Viertel der Schlaganfälle betrifft Personen unter 65 Jahren. Ein Schlaganfall, auch „Hirnschlag“ genannt, wird durch die Verstopfung oder das Einreißen eines Gefäßes verursacht, das Blut zum Gehirn oder innerhalb des Gehirns transportiert. Mangelnde Sauerstoffversorgung ist die Folge, gefährden so das Gehirn und bei unzureichender Sauerstoffzufuhr sterben die Gehirnzellen ab. Wichtig ist es schnell zu handeln und den Patienten sofort ins Krankenhaus zubringen. Denn jede Sekunde zählt und kann schlimmeres verhindern. Die Anzeichen und Symptome sind zahlreich und kommen plötzlich und unerwartet: Gehprobleme, Schwindel, Verlust des Gleichgewichts, Koordinationsstörungen, Taubheitsgefühl, Schwächegefühl in Armen und Beinen, starke Kopfschmerzen, Verwirrung, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen, Sehbeschwerden.

F-A-S-T Test

Der sogenannte F-A-S-T Test steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit). Dieser Test kann dabei helfen, Schlaganfälle innerhalb weniger Sekunden festzustellen. Eine schnelle Versorgung ist enorm wichtig. Es kann auch vorkommen, dass die Symptome plötzlich zurückgehen, wenn sich die Arterienverstopfung von alleine auflöst. In solchen Fällen spricht man von einer transitorischen ischämischen Attacke (vorhandenes Blutgerinnsel, verstopfte Arterie). Das Schlaganfallrisiko ist jedoch nach einer ischämischen Attacke sehr hoch und es muss von Medizinern untersucht werden. Die Heilung eines Schlaganfalls ist durchaus möglich. Dies hängt natürlich von der Erstversorgung ab. Es gibt immer wieder Patienten, die nach einem Schlaganfall kaum bis gar nicht sprechen konnten und nach einer gewissen Zeit die Sprache zurückerlernt haben. Diese kleinen Fortschritte sind für die Genesung der Patienten enorm wichtig und geben ihnen ein kleines Stück Selbstständigkeit zurück.